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31.03.2011:

Stellenabbau droht im Opel-Werk Bochum

Im Opel-Werk Bochum drohen Kündigungen von 1.200 Mitarbeitern, wie bei einer Belegschaftsversammlung im Bochumer RuhrCongress Personalvorstand Holger Kimmes deutlich machte. Der Betriebsrat kämpft jedoch um jede Stelle am Standort.

Kurzfristig sollen im Werk Bochum bis zu 1.200 Stellen gestrichen werden. „Wir müssen im großen Maßstab denken und alle Opfer bringen“, mahnte der Opel/Vauxhall-Personalvorstand am Montag in Bochum. Der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel hatte vorher berichtet, dass Opel ab dem 30. April Kündigungen aussprechen will, wenn sich bis dahin nicht 1.200 Mitarbeiter auf eine Abfindung oder auf eine Versetzung nach Rüsselsheim einließen, wo über 300 Stellen frei sind. „Die Unternehmensleitung ist darauf nicht eingegangen,“ sagte der Betriebsratschef nach der Versammlung. „Sie hat aber auch nicht widersprochen.“

 

Unterdessen warnte NRW-Arbeitsminister Schneider (SPD) vor „Drohgebärden“ der Konzernleitung. Man stoße die Mitarbeiter mit dieser Ankündigung vor den Kopf. Die Mitarbeiter hätten "in der Vergangenheit immer wieder Opfer gebracht, um das Werk zu retten". Der Minister betonte, das Werk habe zentrale industriepolitische Bedeutung für NRW und forderte die Konzernleitung auf, sich mit dem Betriebsrat auf eine sozialverträgliche Lösung zu einigen.

 

„Wir sind eine große Baustelle, Bochum muss seinen Teil dazu beitragen“, hatte Kimmes deutlich gemacht - vor dem Hintergrund, dass Opel/Vauxhall im Jahr 2010 im Europageschäft ein Minus von 1,3 Milliarden Euro verbuchen musste. Es sei Zeit, „einen Schlussstrich zu ziehen“. Schon bald soll die Einigungsstelle ihre Arbeit aufnehmen, nachdem die Opel-Geschäftsleitung in der letzten Woche die Verhandlungen um den Stellenabbau als gescheitert erklärt hatte.

 

Dass der Betriebsrat den eingeschlagenen Kurs beibehalten und um jede Stelle in Bochum kämpfen werde, bekräftigte Einenkel erneut: „Wir lassen keine betriebsbedingten Kündigungen zu. Wer gehen will, kann gehen. Wer nicht, der muss hierbleiben können.“ In der Getriebefertigung sehe er Chancen, Stellen zu erhalten.

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