Bewegung im festgefahrenen Streit um Arbeitsplätze im Opel-Werk Bochum?
Der Betriebsrat setzt auf ein Arbeitszeitmodell nach dem Vorbild VW. Eine Arbeitszeitverkürzung mit teilweisem Lohnausgleich könne 700 Arbeitsplätze erhalten. Doch Opel äußert sich kritisch. Kommt nun Bewegung in die festgefahrenen Gespräche?
Am vorvergangenen Sonntag sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel der dpa: „Opel möchte bis Ende des Jahres den Personalabbau abschließen. Wir sagen, wir brauchen einen längeren Zeitraum. Deshalb setzen wir auf Arbeitszeitverkürzung.“ Doch ein Sprecher der Adam Opel AG äußerte sich kritisch, eine Arbeitszeitverkürzung sei keine Lösung auf Dauer. Offenbar knüpft der Betriebsrat große Hoffnungen an das Modell der Arbeitszeitverkürzung. Mit einer Arbeitszeitverkürzung von 35 auf 30 Stunden und einem teilweisen Lohnausgleich könnten 700 Arbeitsplätze erhalten werden. Nach Angaben des Betriebsrates will Opel bis zu 1800 Stellen im Werk Bochum bis zum Jahresende streichen.
Bislang haben nach Angaben des Betriebsrates etwa 600 Mitarbeiter Angebote zum Ausscheiden aus dem Werk angenommen. In Bochum soll der Nachfolger des Opel Zafira gebaut werden. Etwa 175 Millionen Euro habe Opel in die Modernisierung des Werkes gesteckt, so ein Sprecher. Doch erfordere die Produktion des Zafira weniger Arbeitsplätze, als derzeit vorhanden seien.
Am Freitag wurden die Gespräche fortgesetzt. Ergebnisse sind noch nicht an die Medien geraten, die Fronten scheinen verhärtet. Es bleibt abzuwarten, ob der Vorschlag des Betriebsrates tatsächlich Bewegung in die Gespräche bringen kann.



